Entwicklung von Komponenten für die Defuelling-Phase
In bestimmten Phasen des Rückbaus eines Kernkraftwerks muss der abgebrannte Brennstoff aus dem Reaktorbecken in Trockenlagerbehälter überführt werden.Diese Behälter sind massive Strukturen: Sie sind nahezu 5 Meter hoch und wiegen im beladenen Zustand über 115 Tonnen. Ihre Handhabung lässt keinen Spielraum für Ungenauigkeiten.
Im nuklearen Umfeld sind Standardlösungen nur selten anwendbar. Komponenten müssen spezifisch für den jeweiligen Prozess der Defuelling-Phase in einer bestehenden Infrastruktur entwickelt werden. Mit solchen technischen Herausforderungen sind die Ingenieure von KARL HUGO regelmäßig konfrontiert.
Entwicklung eines Systems zur Handhabung kritischer Lasten
Das aktuell laufende Projekt umfasst die Entwicklung und Fertigung von Komponenten zur Handhabung von Trockenlagerbehältern, die im Rahmen einer Defuelling-Operation eingesetzt werden. Ziel ist es, das sichere Bewegen und Positionieren von Behältern mit sehr hoher Masse zu ermöglichen. Um diese Anforderungen zu erfüllen, wurden innerhalb unserer Teams verschiedene Kompetenzen gebündelt:- Mechanische Konstruktion
- Festigkeitsberechnungen
- Analyse der betrieblichen Randbedingungen
- Fertigung geschweißter Baugruppen
- Qualitätssicherung und technische Dokumentation
Von der Konstruktion bis zur Installation vor Ort
Bei diesem Projekt endet der Beitrag von Karl Hugo nicht mit der Fertigung der Komponenten. Das Team ist ebenfalls direkt am Standort des Kraftwerks im Einsatz, um die Maschinen zu installieren und in die bestehende Infrastruktur zu integrieren.Diese durchgehende Verbindung von Engineering, Fertigung und Installation ermöglicht es, als einziger technischer Ansprechpartner bis zur Inbetriebnahme aufzutreten – ein entscheidender Faktor, wenn Komponenten Lasten von über hundert Tonnen bewegen müssen und dies in einem so sensiblen Umfeld wie einem Kernkraftwerk.
Neue Komponenten für bestehende Infrastrukturen
Defuelling-Projekte verdeutlichen eine häufige Realität der Industrie: Neue Komponenten müssen sich in bestehende Strukturen einfügen.In solchen Projekten besteht die Herausforderung darin, spezifische technische Randbedingungen in Lösungen zu überführen, die auch in einem Umfeld mit praktisch keiner Fehlertoleranz zuverlässig funktionieren. Genau in diesem Bereich liegt die Expertise von KARL HUGO.